eigentlich Acetylenlampe ist eine Gaslampe. Tropft Wasser auf das Karbid, entsteht Ethin-Gas, das dann in der Lampe entzündet wird. [mehr…]
Karbonade
Kotelett, von französisch côtelette für Rippchen aus französisch côte, lateinisch costa für Rippe. [mehr…]
Kartoffelkuchen
Früher: Armeleuteessen; heute: In der Auvergne, auf den Speisekarten der Restaurants, Kartoffelkuchen und Pilzgerichte; typisch für diese Region.[das Rezept…]
Kasserolle
auch: das Kasserol, französisch: casserole - Pfanne, von ursprünglich casse = Pfanne, von lateinisch cattia = Schöpflöffel, Kelle) ist ein flacher Topf mit Stiel (Stielkasserolle) oder zwei Henkeln, einer großen Bodenfläche und einem steilen Rand. [mehr…]
Kastrat
ein Sänger, dem zwecks Erhaltung der Sopran- oder Alt-Stimme vor dem Stimmbruch die Keimdrüsen entsprechend manipuliert wurden, so dass die in der Pubertät zum Stimmwechsel führenden Hormone nicht zum Einsatz kommen konnten. [mehr…]
Kegel
(von mittelhochdeutsch: kegel „Knüppel, Stock, Holzfigur, Eiszapfen“) bezeichnet einen geometrischen Körper, eine zum Kegelspiel gehörende Figur aus Holz, oder ein voreheliches Kind, z. B. in der Redewendung mit Kind und Kegel. [mehr…]
Kesselflicker
ausgestorb.. Beruf, heute noch: „…die schlagen sich wie…, gehörten zum "fahrenden Volk" [mehr…]
Kettenhund
Feldpolizei (bei den Soldaten) nach der um den Hals getragenen Kette mit einem Schild [mehr…]
Keule
ist eine primitive Schlagwaffe, ein Stück Fleisch an einem Knochen, ein beliebtes Objekt zum Jonglieren, berlinerisch für Bruder [mehr…]
Kienspan
Span aus Kiefernholz für kurzfristiges Beleuchten und zum Entzünden der (Kohle-) Heizung [mehr…]
Kinderlandverschickung
ab Oktober 1940 wurden Schulkinder und Mütter mit Kleinkindern aus den vom Luftkrieg bedrohten deutschen Städten in weniger gefährdete Gebiete evakuiert. [mehr…]
Kinkerlitzchen
nicht erforderliches Zeugs, Kleinigkeiten, Nichtigkeiten: mach dir nichts daraus, "das sind doch nur Kinkerlitzchen". [mehr…]
Kintopp, Kino
Lichtspielhäuser als feste Einrichtungen in den Städten wurden als Kino, Kintöppe (Einzahl: Kintopp) bezeichnet. (scherzhafte berlinische Verkürzung für → Kinematograph) [mehr…]
Klafter
altes Längenmaß, daraus abgeleitetes Holzmaß, 1 Klafter entspricht je nach Gegend 3 oder 4m³ Holz (etwa 2-3 Festmeter) [mehr…]
geschwätzige Frau, (umgangssprache abwertend): jemand., der gerne klatscht, also über andere redet. [mehr…]
Kleckerbuschen
Lätzchen, Sabberlätzchen, abgeleitet von Buscherump, Arbeitskittel; aus ndl. Boezeoentje. [mehr…]
Klinkenputzer
Hausierer, Abonnentenwerber, Vertreter (ugs. abwertend): jemand., der an der Haustür etwas zum Kauf anbietet. [mehr…]
Knecht
(westgerm. noch für "Jungkerl", "Kämpe", später "Knappe") ist ein Arbeitnehmer im bäuerlichen Betrieb, im Haushalt ("Hausknecht"), in Gewerben ("Holzknecht", sogar "Henkersknecht"), im Militär ("Landsknecht") u.a. [mehr…]
Kneifchen
kleines Messer, aus dem englischen abgeleitet von knife [naif]
Knickeier
Als Knickeier werden Hühnereier bezeichnet, die kleine Risse und Knicke in der Schale aufweisen. In der Fachsprache heißen diese „Eier der Güteklasse B” und gehören zur Sekundärware.
Knickebein
[angeblich nach dem Namen des Erfinders]: cremige Füllung, besonders Eierlikör (in Pralinen, usw.) [mehr…]
Knickerbocker
Eine nach "Knickerbocker", dem Spitznamen der Einwohner New Yorks, benannte weite Kniehose mit Überfall; kam 1895 in Mode. [mehr…]
Knicks
formvollendetes Grüßen (bei Mädchen), veraltet knicken = eine Verbeugung (durch Kniebeuge), in Norddeutschland wallartige Hecken. [mehr…]
Kniften
mittelwestdeutsch: belegte Brotscheibe; Butterbrot – ostdeutsch: Bemme, Butterbrot, Butterstulle, Karo, nord- und mitteldeutsch, schweizerisch: Schnitte, nordostdeutsch, besonders berlinerisch: Stulle
Wenn im Ruhrgebiet ein Mann „auf Schicht ging“, packte ihm seine Frau oder - wenn er unverheiratet war - seine Mutter je nach Hunger ein, zwei oder drei „Doppelte“ ein. Eine Doppelte ist ein Butterbrot, bestehend aus zwei mit Butter bestrichenen, zusammengeklappten Brotscheiben, dazwischen Wurst oder Käse. Aber nichts, das „manscht“ wie z.B. Feischsalat oder Marmelade. Für Schwer- und Schwerstarbeiter war der Belag besonders dick und nahrhaft, dann sprach man von „Bergmannskniften“. Um sie besser handhaben zu können, schnitt man sie einmal durch. Am Belag konnte man auch genau erkennen, was mit der Ehe los war, oder ob die Mutter gut oder böse war. Als Höchststrafe galt die Doppelte mit gekratzter Margarine und einem Hauch Marmelade.
„Doppelte“ ist Slang, „Knifte“ derber Slang.
Ein „Bütterchen“ ist ein kleines, feines Butterbrot für kleine Kinder, je nach dem auch aus Stuten oder Weißbrot.
Große Kinder kriegten „eine Butter“, Kurzform für Butterbrot. „Mamma, gib mir 'ne Butter“.
Das nur als Nachtrag zum Ausdruck „Knifte“ und Umgangssprache im Ruhrgebiet. (G.M.)
Knobelbecher
Bezeichnung für einen ledernen Becher zum Würfeln bei Würfelspielen mit Spielwürfeln, einen ledernen Schaftstiefel (Marschstiefel) [mehr…]
Knochenleim
Bei Knochenleim handelt es sich um einen, meist auf der Basis entfetteter, gebleichter und entmineralisierter Rinderknochen hergestellten Glutinleim. [mehr…]
Knösel
Tabakspfeife, [urspr. = Bez. für jmdn., etw., was nicht ganz ausgewachsen ist] (nordd., md.) [mehr…]
Kochgeschirr
bes. als Teil der soldatischen Ausrüstung verwendeter kleinerer Behälter mit Deckel zur Zubereitung (Koch-) und zur Verwendung als Teller (-geschirr) bestimmt. [mehr…]
fest installierte (oft gekachelte) Feuerstelle in alten Küchen [mehr…]
Kohlenklau
Der Kohlenklau ist die Karikatur eines Kohlendiebes aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, mit der für sparsamen Umgang mit Energie geworben wurde. [mehr…]
Koks
ein Kohleprodukt, das durch trockene Destillation von Kohle hergestellt wird, umgangssprachlicher Ausdruck für Kokain, Ausdruck für Geld, Rum auf Würfelzucker [mehr…]
Kolonialwaren
überseeische Erzeugnisse und Rohstoffe, insbesondere Lebensmittel wie Bananen, Reis, Zucker, Kaffee, Kakao, Gewürze, Tee. [mehr…]
Kommissbrot
Kommissbrot ist ein einfaches, haltbares Brot zur Versorgung von Soldaten, man nannte auch ein Auto von Hanomag so. [mehr…]
Kopfgeld
(auch: Kopfprämie) ist das Geld, das man erhält, wenn man eine Person, auf die es ausgelobt ist, beibringt. [mehr…]
Kopfnuss
as Wort Kopfnuss bezeichnet: Kopfnuss (schwerzhafte Körperstrafe), eine Nahkampftechnik, eine schwierige Denkaufgabe. [mehr…]
Kostgänger
fremdversorgte Person, (veraltend): jmd., der bei jmdm. [zur Untermiete wohnt u.] regelmäßig [gegen Bezahlung] isst.
Koteletten
Wangenbehaarung an beiden Seiten des Gesichts vor den Ohren [nach der Ähnlichkeit mit einem Kotelett]: vor den Ohren als schmaler Streifen. [mehr…]
Kranzgeld
eine finanzielle Entschädigung, die eine Frau von ihrem ehemaligen Verlobten fordern konnte, wenn sie sich auf Grund eines Eheversprechens von ihm entjungfern ließ und er anschließend die Verlobung löste. [mehr…]
Krähennest
Schiffsausguck an höchster Stelle des ersten Mastes [mehr…]
Krämer, Kramladen
veraltet für: Kaufmann, Kaufmannsladen, "Die Krämer, auch Heringsbändiger genannt, waren bekannt dafür, dass sie nicht ordentlich wogen und dass die von ihnen verkauften Lebensmittel nicht selten verfälscht oder verdorben waren." [mehr…]
[mhd. kretze, zu → kratzen]: durch die Krätzmilbe hervorgerufene Hautkrankheit. [mehr…]
Kreissäge
Sägemaschine mit kreisförmigem Sägeblatt, (ugs. scherzh.) kreisrunder, flacher Strohhut: Auf dem Kopf ´ne Kreissäge...[mehr…]
Kreppsohlen
trübweiße Schuhsohlen aus Gummi in den 50er Jahren, auf Linoleum-Böden erzeugten sie quitschende Geräusche. [mehr…]
Kreuzer
früher ein Typ von Segelschiffen, heute noch für bestimmte Kriegsschiffe gebräuchlich, eine alte Münze mit aufgeprägtem Kreuz im Wert von 4 Pfennig (2 Cent). [mehr…]
Der Kummerbund ist eine von Männern getragene Schärpe (Leibbinde) und ist noch heute Bestandteil von Trachten vieler Völker und Nationalitäten. [mehr…]
aus Invertzucker, Farb- u. Geschmacksstoffen hergestellter honigähnlicher Brotaufstrich,→ Ersatzprodukt der Nachkriegszeit. [mehr…]
Kurbelwelle
Eine Kurbelwelle setzt in Kolbenmaschinen die lineare Bewegung eines oder mehrerer Kolben mit Hilfe von Pleuelstangen in eine Drehbewegung um (oder umgekehrt). [mehr…]
Kutschbock
erhöhter Sitz, der Platz des Kutschers auf dem Pferdewagen [mehr…]
in Deutschland nahezu ausgestorbenen Beruf, dessen Aufgabe es war, aus Holz Holzkohle herzustellen. [mehr…]
Kölsch
das [rhein. kölsch = kölnisch, aus Köln, spätmhd. (altkölnisch) coelsch]: in Köln gebrautes obergäriges Braunbier. [mehr…]
Kuhle
die; -, -n [aus dem Niederd. < mniederd. kule, verw. mit Keule] (ugs.): muldenartige Vertiefung. [mehr…]
Kümmel
ist das klassische Gewürz zu schweren Speisen, Brot und zu Pellkartoffeln, bezeichnet auch eine Spirituose, den Kümmellikör. [mehr…]
Kümmeltürke
Kümmeltürke stammt aus der Studentensprache des ausgehenden 18. Jahrhunderts, für einen Studenten, der aus der näheren Umgebung der Universität stammt. [mehr…]